Strategie

Konzept – 2. Januar 2016

 

Liebe StrickWärmler, liebe Freunde und Unterstützer,

Seit gut einem Jahr existiert unser junger Verein. Dies ist nicht gerade alt und doch konnten wir in dieser Zeit mit verschiedenen humanitären Hilfsprojekten viel Gutes tun. Vielen Flüchtlingskindern spendeten wir mit einem liebevoll gestrickten Amigurumi ein wenig Trost. Andere erhielten eine warme Mütze oder einen selbstgemachten Schal, was in den kalten Wintermonaten von grossem Wert ist.

Doch auch neue Wege wurden von uns ausprobiert. In Jordanien wurden zum Beispiel im April Essenspakete finanziert, die lebenswichtig sind, weil für viele Syrer in den Flüchtlingscamps nicht mehr genug Ressourcen vorhanden sind. In Griechenland wurden im September sowohl Nahrungsmittel, als auch Hygieneartikel eingekauft, welche von den fliehenden Menschen dringend gebraucht und dankbar angenommen wurden.

StrickWärme wird sich in Zukunft breiter aufstellen

Durch diese ersten Hilfsprojekte erhielten wir sehr viele und wertvolle Erfahrungen. Diese wollen wir gewinnbringend in die kommenden Aktionen einfliessen lassen. Die selbstgestrickten Stücke erfüllen dabei eine ganz besondere Funktion, gemäss unserem Motto: „StrickWärme setzt sich dafür ein, Menschen in Not eine Stimme zu geben und ihnen nicht nur physische, sondern auch emotionale Wärme zu vermitteln.“

Ebenfalls sehr wichtig sind für die Menschen in Flüchtlingslagern, oder auf Fluchtrouten aber auch Nahrungsmittel, wetterfeste Kleidung, Hygieneartikel und medizinische Dienstleistungen. Dies wurde unseren Mitgliedern an allen Orten, wo wir bisher aktiv waren, immer wieder verdeutlicht. Uns ist es sehr wichtig, dass alle verstehen, weshalb in manchen Situationen andere Güter oder finanzielle Mittel von hoher Bedeutung sind.

Die Bedürfnisse der Menschen sind das Eine. Andere Erfahrungen die wir sehr schnell machen mussten sind, dass es oft aufgrund von Zoll- oder Hygienebestimmungen am Zielort nicht so einfach ist, mit grossen Mengen selbstgestrickter Waren einzureisen. Dies wurde etwa in Jordanien zu einer Herausforderung. Dank grossem Verhandlungsgeschick und einem verständnisvollen Zollbeamten konnten die Strickwaren jedoch frei einreisen. Klar wurde uns dadurch aber, dass es künftig nicht unsere Absicht sein kann viel Geld aufzuwenden, um Zoll zu bezahlen und die Waren wegen Hygienevorschriften desinfizieren zu lassen.

Einfacher und auch nachhaltiger ist es hier mit finanziellen Mitteln vor Ort Güter zu kaufen. Aufgrund des tieferen Preisniveaus für die allermeisten Dinge können mehr Hilfsgüter generiert werden. Zusätzlich wird die heimische Wirtschaft gestärkt, was gerade in Staaten wie Jordanien oder Griechenland nicht unterschätzt werden darf.

Dies sind die wichtigsten Gründe weshalb wir in Zukunft neben Strickwaren auch in höherem Masse Geld- und andere Sachspenden akquirieren möchten. Wir werden euch weiterhin an unseren Erfahrungen teilhaben lassen und transparent über alle Projekte berichten.

Bei Fragen und Anmerkungen stehen wir euch natürlich gerne zur Verfügung. Mit eurer Unterstützung werden wir bestimmt auch in Zukunft tolle Projekte realisieren können und denen helfen, die es am dringendsten brauchen.

Im Namen des StrickWärme-Teams danke ich Euch allen für die bereits geleistete, wie auch zukünftige Unterstützung unserer Projekte.

Rashid